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Südafrika – Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark und Eswatini

Vom Addo Nationalpark aus führt uns unser Weg weiter in Richtung Osten, entlang der Küste.

Der Sunshine Coast folgt die Wild Coast. Berge, Täler, Dörfer und unzählige Speed Bumps reihen sich aneinander. Überall sind hier Rondavels zu sehen, in allen Größen, Farben und Ausbaustufen. Teils noch im Rohbau, teils mit eleganten Säulen am Eingang, teils verfallen mit eingestürztem Dach.

An der Wild Coast starten wir morgens am Meer, stellen mittags fest, dass wir auf über 1000 Metern Höhe sind und stehen abends wieder am Meer. Gerade mit dem Anhänger nicht immer spaßig. Es geht alles, aber eben etwas langsamer als ohne Anhänger. Trotzdem sind wir weiterhin froh, uns für den Metalian Genie entschieden zu haben. Der Platzgewinn und der Komfort, das Zelt für Game Drives und Ausflüge nicht abbauen zu müssen, überwiegen.

Das Meer wird übrigens wärmer. Für mich hat es noch keine Badetemperatur, aber das müsste noch kommen – irgendwann. Schließlich fahren wir seit dem Kap Agulhas entlang des Indischen Ozeans, den man eigentlich wärmer kennt. Warten wir es ab. 😊

In der Provinz KwaZulu-Natal steht ein weiterer Nationalpark auf unserem Plan, auf den ich mich seit Langem freue: Der Hluhluwe-iMfolozi – Nationalpark. Gesprochen übrigens: Schluschluwe. So ungefähr zumindest. 96.000 Hektar (zum Vergleich Addo: ca 180.000 Hektar; Kgalagadi Transfrontier Park: ca. 3,8 Mio Hektar; Kruger National Park: ca. 2 Mio Hektar) und Big 5 Park, hier leben also Elefanten, Büffel, Leoparden, Löwen und Nashörner. Und natürlich noch viel mehr Tiere! Allerlei Antilopen, Zebras, Pumbas (ich weiß, das sind Warzenschweine. Für mich trotzdem Pumba 😊).

Da es im Park keinen Campingplatz gibt, unterbrechen wir schweren Herzens (naja, ein bisschen) unsere Campingroutine und buchen uns ein Chalet. Plötzlich wieder feste Wände um uns herum zu haben, fühlt sich ungewohnt an. An einem Regentag sind wir allerdings froh, im Trockenen sitzen zu können.

Wir verbringen insgesamt sechs Tage im Hluhluwe-iMfolozi – Nationalpark: 3 Nächte im Hilltop Camp im Hluhluwe – Teil des Parks, drei Nächte im Nselweni Bush Camp im iMfolozi – Teil.

Obwohl wir mit dem Wetter weniger Glück haben, sehen wir viele Tiere. Ganz besonders beeindruckend: Eine einzelne Löwin, die völlig unbeeindruckt von unserer Gegenwart ihre Beute zerlegt und sehr entspannt frisst. Wir sind die einzigen Beobachter und haben diese Sichtung ganz exklusiv. Wie besonders das ist, sehen wir an anderer Stelle im Park. Hier hat ein Gepard ein junges Zebra erlegt. Zig Safarifahrzeuge, zig Mietwagen, sogar ein großer Reisebus sind sofort zur Stelle. Es gibt kein Durchkommen und wir verzichten darauf, uns in die Schlange einzureihen. Ich bin wirklich gespannt, wie das im Kruger Nationalpark wird, wo noch deutlich mehr Menschen unterwegs sind.

Ebenso beeindruckend und auch etwas beängstigend: Einem White Rhino auf Augenhöhe zu begegnen, ist eine ganz schön aufregende Erfahrung!

Vom Hluhluwe-iMfolozi-Park fahren wir weiter nach Eswatini. Hier besuchen wir einen Park, der eben nicht die Big 5 beherbergt. Im Mlilwane Game Park gibt es keine Predatoren. Keine Löwen, Leoparden etc. Größtenteils leben hier Zebras, verschiedene Antilopen, Pumbas und allerhand Vögel. Am Fluss auch Hippos und Krokodile, aber die kommen nicht bis zur Campsite. Impalas, Nyalas und Pumbas besuchen uns täglich am Zelt. Die Zebras halten sich eher in der Nähe der Pferde rund um die Rezeption auf. Eine sehr schöne und vor allem ruhige, entspannte Erfahrung.

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