Von Kasane aus sind es nur wenige Kilometer zum Grenzübergang. Wir überqueren die noch recht neue Brücke über den Sambesi, ein herrlicher Anblick!

Kazungula ist ein sogenannter One-Stop-Border-Post. Das bedeutet, alle Stationen sind in einem Gebäude untergebracht. Das macht die Formalitäten schnell und einfach. Im Uhrzeigersinn holen wir unsere Ausreisestempel bei der Immigration Botswana, am Zoll Botswana lassen wir unser Carnet de Passage ausstempeln. Dann geht’s weiter zur Immgration Sambia, wo wir ein Visum für 90 Tage bekommen. Wir schließen unsere Versicherung für Sambia ab, dann geht es auch hier zum Zoll. Nachdem wir Versicherung und Straßengebühren (problemlos möglich mit Karte oder Smartphone) bezahlt haben, wird unser Carnet eingestempelt und wir sind fertig.
Vor dem Gebäude gibt es sogar einen ATM, so dass wir uns direkt mit einheimischer Währung (Sambischer Kwatcha) versorgen können. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Ausgang werden wir noch von der Drogenkontrolle angehalten. Die Frage, ob wir Drogen dabei haben, können wir verneinen. Dann noch die Frage, was in unserem Anhänger ist – ebenfalls kurz und knapp beantwortet mit „Camping-Equipment“. Alles geklärt, damit bekommen wir einen kleinen Zettel mit Stempel, den wir eine knappe Minute später am Gate wieder abgeben. Pässe und Carnet werden nochmal kurz gecheckt, dann haben wir es geschafft. Juhu, wir sind in Sambia!
Unser erstes Ziel ist Livingstone. Hier verbringen wir einige Tage auf einem schönen Campingplatz direkt am Sambesi. Wir kommen erstmal in Ruhe in Sambia an, essen die beste Pizza bisher in Afrika, genießen die Sonnenuntergänge über dem Fluss und gönnen uns auch eine Sunsetcruise auf dem Sambesi.


Ein Ausflug zu den Victoria Falls ist ebenfalls ein Muss. Zu dieser Jahreszeit sind die Wasserfälle voll, ein eindrucksvoller Anblick! Die Massen an Gischt fühlen sich an, als stände man unter der Dusche!








Von Livingstone aus führt uns unser Weg zunächst in Richtung des Lower Zambezi. Zwischen Chirundu und dem Nationalpark holpern wir über grobe Gravelroads entlang des Sambesi. Die Ausblicke auf den Fluss sind einzigartig. Hin und wieder sehen wir Krokodile und Nilpferde im Fluss. Die Nilpferde kommen nachts raus und grasen auf den Campsites. In dieser Gegend leben auch zahlreiche Elefanten. Sie kommen ebenfalls hin und wieder nachts auf die Campingplätze zum fressen und trinken. Es ist faszinierend: Völlig unabhängig vom Untergrund hört man die Schritte der grauen Riesen nicht. Lediglich das Brechen von Ästen mitten in der Nacht deutet darauf hin, dass sich hier gerade ein Elefant aufhält.



Unser nächstes Ziel ist ebenfalls von Wasser geprägt: der Karibasee. Einer der größten künstlichen Stauseen der Welt, gut zehnmal größer als der Bodensee. Wir verbringen einige Tage direkt am Ufer der Lotri Bay, wo es beeindruckende Wanderwege mit Seeblick gibt. Auch hier darf eine Bootsfahrt natürlich nicht fehlen.



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