Wir überqueren den wahrscheinlich spektakulärsten Grenzübergang: Von Sambia nach Simbabwe über die Victoria Falls Brücke. Die Grenzformalitäten selbst sind unkompliziert und unspektakulär. Bemerkenswert ist die gigantische Aussicht auf die Victoriafälle von der Brücke aus. Von beiden Seiten aus kann man die Brücke auch zu Fuß besuchen, um die riesigen Wasserfälle zu bestaunen.


Wir buchen uns für einige Tage auf einer zentralen Campsite mitten im Ort Victoria Falls ein. Von hier aus sind Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten fußläufig erreichbar, was wir ausgiebig nutzen.

In der Victoria Falls Safari Lodge findet täglich ein Vulture Feeding, eine Geierfütterung statt. Beeindruckende Tiere! Als Aasfresser fungieren sie auch als natürlicher Krankheitsfilter, da sie an Krankheiten wie der Maul- und Klauenseuche nicht erkranken und diese auch nicht weitergeben können.









Seit Jahren steht ein Helikopterflug auf meiner Bucketlist. Hier in Victoria Falls kann ich diesen Traum endlich wahr werden lassen. Nicht ganz günstig, aber das Erlebnis ist das Geld wert! Fast fünfzehn Minuten lang fliegen wir über die Victoria Falls und die Umgebung. Auch hier lasse ich die Bilder für sich sprechen.










Unser nächstes Ziel in Simbabwe ist etwas abgelegener: Das Woodlands Reserve, ein Communityprojekt mit Gamereserve und einigen kleinen Bushcamps. Sehr rustikal und nur über eine ruckelige Dirtroad zu erreichen. Aber das macht es ja aus: die schlechtesten Straßen führen zu den schönsten Zielen. Wobei die Hauptstraße von Victoria Falls in Richtung Süden zwar geteert, aber nicht angenehmer zu befahren ist. Ein Schlagloch folgt dem nächsten, teilweise einen halben Meter tief. Aber dazu später mehr.



Im Woodlands Reserve treffen wir Tanja und Mark, die mit der Organisation Defend gegen Wilderer vorgehen. Dabei kommen auch Hunde zum Einsatz, die dafür ausgebildet werden, Wilderer zu tracken und zu stellen. Wir haben das Glück, bei einem Training mit den Malinois zuschauen und fotografieren zu dürfen.







Über eine der schlechtesten Straßen geht es weiter Richtung Süden, zum Hwange Nationalpark. Hier verbringen wir einige Tage auf einer schönen Campsite direkt vor dem Main Gate und machen Tagesausflüge in den Park.







Wir besuchen das Painted Dog Conservation Center, das sich dem Schutz von Wildhunden verschrieben hat. Die Organisation nimmt kranke und verletzte Wildhunde auf und kümmert sich um sie, bis sie wieder in die Wildnis entlassen werden können. Zudem leisten sie viel Schulungs- und Aufklärungsarbeit und arbeiten daran, von Wilderern aufgestellte Schlingfallen zu finden und zu entfernen. In diesen Fallen verfangen sich häufig auch Wildhunde, die sich selbst nicht daraus befreien können.

Unser ursprünglicher Plan war es, noch weiter nach Süden zu fahren. Da die weitere Straße nach Bulawayo jedoch noch schlechter sein soll als das erste Stück, entscheiden wir uns anders. Auf noch mehr tiefe Schlaglöcher, steile Teerabbruchkanten, rasende Trucks und Busse haben wir keine Lust. Stattdessen fahren wir quer durch den Hwange Nationalpark und steuern das Robins Camp im Norden des Parks an. Nach einer Zwischenübernachtung dort geht es zurück nach Victoria Falls. Wir bleiben noch einmal ein paar Tage auf einer schönen Campsite direkt in der Stadt, bevor wir in Kazungula die Grenze zurück nach Botswana überqueren.



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