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Namibia Teil 7: Faszination Wüste

Genauso schlagartig, wie es auf dem Weg an die Küste kalt geworden war, hat sich das Wetter geändert, nachdem wir die Stadtgrenzen von Walvis Bay hinter uns gelassen hatten und uns der Wüste näherten. Mit jedem Kilometer wurde es wieder wärmer und als wir von der Hauptstraße auf die D1983 abgebogen sind, haben wir nicht nur den Reifendruck wieder reduziert, sondern konnten auch endlich wieder kurze Hosen anziehen.

Faszination Wüste: Sand, Steine und Stille

In der Ferne waren bereits die berühmten roten Sanddünen zu sehen, doch so weit wollten wir heute noch nicht fahren. Unser Ziel war zunächst ein anderes: Die Campsite Mirabib inmitten der Steinwüste. Die Campsite hat keine Rezeption, keine Sanitäranlagen, keine Mitarbeiter, keine festen Stellplätze. Rund um ein Felsmassiv kann man sich mit seinem Camper einfach dorthin stellen, wo es einem gefällt.

Wir sind einmal rundrum gefahren und haben nur ein weiteres Auto am anderen Ende des Geländes gesehen. Nachdem wir die für uns perfekte Stelle gefunden hatten, konnten wir uns einen Sundowner genehmigen, Feuer machen und Fleisch auf den Grill legen!

Die Stille, die Freiheit und diese völlige Abgeschiedenheit machen diesen Platz so besonders. Ich hatte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass es so grandios sein würde. Dazu ein perfekter Sonnenuntergang, gefolgt von einem ebenso perfekten Sonnenaufgang am nächsten Morgen! Hier könnte ich problemlos eine ganze Woche bleiben! Mit ausreichenden Vorräten auch gerne länger! Die Nacht in der Wüste war für mich eines der absoluten Highlights des ganzen Urlaubs! Bei unserer nächsten Reise nach Namibia planen wir hier auf jeden Fall mehrere Tage ein.

Zurück in die Zivilisation

Leider haben wir nicht unendlich viel Zeit, daher mussten wir am folgenden Vormittag auch schon wieder aufbrechen. Zurück in die Zivilisation. In Solitaire mussten wir natürlich kurz anhalten, um den berühmten Apfelkuchen bei McGregor’s Bakery zu essen. Tatsächlich lecker! Anschließend ging es weiter nach Sesriem und Sossusvlei.


Wir hatten ein weiteres Mal Glück: Auf der NWR-Campsite Sesriem gab es noch freie Plätze, sodass wir hinter dem ersten Gate direkt im Nationalpark übernachten konnten. Die hinter dem Gate liegenden Plätze haben den Vorteil, dass man morgens eine Stunde vor allen anderen losfahren kann und abends ebenfalls eine Stunde länger im Nationalpark bleiben kann.

Faszination Wüste: Die roten Dünen in Sossusvlei

Dementsprechend früh wurden wir am nächsten Morgen auch wach: Noch vor 5 Uhr haben einige unserer Nachbarn angefangen, ihre Zelte abzubauen. Um 6:15 Uhr fiel der Startschuss und die Wagenkolonne ist losgerollt in Richtung der Dünen. Zur gleichen Zeit kamen auch die ersten Autos, die sich vor dem Gate aufgereiht haben. Wir haben uns von der Hektik nicht anstecken lassen und den Sonnenaufgang mit einem Becher Kaffee auf der Campsite genossen.

Die Dünen in Sossusvlei am Morgen haben wir trotzdem in ihrer ganzen Pracht bewundern können! Das Spiel der Farben und Schatten ist auch eine halbe Stunde später noch sehenswert! Dennoch ist es empfehlenswert, morgens und nicht nachmittags zu fahren: Nach den 60 Kilometern Teerstraße bis zum ersten Parkplatz folgt nämlich die »4×4-Strecke«. Fünf Kilometer Sand, stellenweise richtiger Tiefsand.

Es gibt zwar auch Shuttles, aber wir wollten es selbst versuchen. Dafür sind wir schließlich im Geländewagen unterwegs! Also Reifendruck ablassen und los! Es hat funktioniert, war aber wirklich nervenaufreibend. An der Stelle ist die Größe des Toyos kein Vorteil! Mit dem Jimny – und damit einer guten Tonne weniger Gewicht – wäre es sicher besser gegangen! Aber das probieren wir beim nächsten Mal!

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Published inCampingOffroadreisenReisenTourbericht

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